Samstag, 10. Juli 2010

Die Könige der Athleten

Könige der Athleten. So werden sie genannt. Die Zehnkämpfer. Da will man natürlich dazugehören. So denken 1994 auch vier Unerschrockene aus dem Team von Lokomotive Rückwärts Pfaffenwald. Chrischdi, Stoffel, Morten und Berti gehen das Wagnis ein.
Ein nasskaltes Septemberwochenende bei der LG Filder in Bernhausen. Höhepunkt des Wagnisses für die Leichtathletikanfänger ist neben dem Hürdenlauf sicher der Stabhochsprung. Beides findet am zweiten Tag statt, was bedeutet, dass sich - zusätzlich zum technischen Anspruch der Disziplinen - der eigene Körper schon sehr eigenartig anfühlt nach der ersten Hälfte des Zehnkampfes vom Vortag. Hürdenlauf ist auch eher Hürdengalopp.
Nun, beim Stabhochsprung geht es recht hoch hinaus. Stoffel 2,00 m, Morten 2,40 m und Chrischdi schafft sogar die 2,70 m. Zum Vergleich stellen wir uns eben mal einen Sprung vom 3-m-Brett vor oder die Torhöhe beim Fußball, Unterkannte Latte 2,44 m. Eine gute Leistung. Lediglich bei Berti will sich das Fluggefühl nicht recht einstellen. Das Foto zeigt ihn beim Überqueren von sagenhaften 1,20 m. Entspricht etwa der Mattenhöhe wie wir sehen. Bis heute persönliche Bestleistung im Stabhochsprung. Am Vortag überquerte er beim Hochsprung ohne Stab 1,50 m.
Die Begeisterung der Kampfrichter ob dieser feinen Leistung ist nachvollziehbar.

Kommentare:

Katrin hat gesagt…

Die sportliche Leistung sei mal dahin gestellt...aber des Ärschle ist gut zur Geltung gebracht. Ich nehme an die anliegende Hose sollte ein Reissen der Latte durch die Kleidung verhindern, allerdings wiederspricht meiner These das blousonartige Oberteil?! Naja, die Neunziger halt...

berti netzer hat gesagt…

@katrin: wenigstens hatte die jacke keine schulterpolster.

und jesko schreibt mir: "Dies ist eine völlig neue Interpretation des Begriffs Flop beim Hochsprung..."
kann man tatsächlich so sehen.

Und weiter: "die 2.70 m bei Stabhoch sind stark. Hat sich da der Stab schon gebogen?"
Hierzu muss man wissen, dass es sich bei Chrischdi um eine von der Ostalb stammende Kampfmaschine handelt, die sich da wie auch immer hochkatapultiert hat. Ich meine der Stab hat sich vor Furcht tatsächlich ein wenig gebogen.
:D