Mittwoch, 27. August 2008

Ramp Rider Guide Europe – Radstadt



Nach dem eher schwachen Resultat von Wagrain lagen die Erwartungen der Testcrew eher niedrig, als man im „Schwimmbad Radstadt“ eindroppte. Erster Eindruck: Überbleibsel des alten Bades mit 60er Jahre Charme trifft nagelneue Edelstahlpools und wir sehen zum ersten Mal eine blumenverzierte Rutschenunterkonstruktion.

Die Radstädter Rutsche genügt höchsten Ansprüchen. Auf etwa 45 m Länge windet sie sich in drei Steilkurven nach unten, Hochgeschwindigkeit ist garantiert. Vor der dritten Kurve wird die Neigung noch mal erhöht, so dass man mit ausreichendem Speed den Takeoff anständig gestalten kann.

Aufgrund der guten Bedingungen sind auch die Locals mit den gängigen Techniken vertraut. Vom freundlichen Bademeister unterbundener Megastau gehört ebenso zum Standardrepertoire wie das Entfernen der Textilbremse. Allerdings konnte die Testcrew keine wirklich neuen Impulse mit nach Hause zum RC Holze nehmen.

Angenehm leer ist es im Bad und an der Rampe. Die Pommes werden portionsweise frisch zubereitet – ohne Aufpreis für rot-weiß.

Action/Protauglichkeit: ****
Performance/Kreativität der Locals: ***
Andrang: *****
Pommes: *****

Dienstag, 26. August 2008

Trainingslager VfL Wolfsburg



Schönes Grün in Flachau, gedüngt vom Schweiß, den Quälix trieb.

Montag, 25. August 2008

Plankenau



Hier bolzt Plankenau bei St. Johann im Pongau

Sonntag, 24. August 2008

Auf Wiedersehen, mein Freund

„Mein Freund ist aus Leder“. Diese Freundschaften gibt es bekanntermaßen in unzähligen Ausprägungen. Der Trennungsschmerz bei einem endgültigen Abschied von einem langjährigen Begleiter ist eine leidvolle Lebenserfahrung vieler Ballspieler.

Die Vorstufe ist die Angst, die einen um seinen Liebsten umtreibt, wenn ihm etwas zustößt. Bei den Freunden des Steiler FC wird die Kugel gerne mal in die Vorgärten der anliegenden Häuser gezimmert. Die direkten Anrainer sind sehr freundlich. Bisher. Neulich wurden die Bolzer vor dem Hausbesitzer des übernächsten Hauses gewarnt. Ob er die Frechheit besitzt, den Ball, wie beim Kick gegen die St. Monikas am Sportplatz erlebt, einzukassieren? Besser nicht ausprobieren und flach schießen?

Oder man denke an die Schrecksekunde, als beim Aufwärmen Marke "Hinter-dem-Tor-Entlauben" bei gleichzeitigem Spielerauftritt Marke "forsch-auf-den-Parkplatz-cruisen" der Ball in den Radkasten von Discopässe Bomber Jos Fahrzeug gequetscht wurde. Er konnte - Glück -nahezu unbeschädigt gerettet werden.

Traumatisch auch das Erlebnis des Autors, der als E-Jugendlicher für die Rettung seines Balles beim erstmaligen Übersteigen des Gartenzaunes eines Kinderfreundes mittels Ohrfeige zur zukünftigen Unterlassung motiviert wurde.

Eher lästig die Suche nach dem runden Gefährten im dunklen Wald unterhalb des Hartplatzes, die in den Wintermonaten mangels Licht 10 Minuten des Trainings kosten konnte. Kein Vergleich aber zu den unwiederbringlichen Ballverlusten durch Kicks in nahe liegende Fließgewässer. Das kann Familien und ganze Jugendabteilungen in den Ruin treiben.

Und die vielen Tränen unbekannter Menschen, deren Leid wir nicht kennen, wir uns in Anbetracht einer gespenstischen Szenerie doch ausmalen können? Welche fulminante Aktion war wohl die letzte, die zum Abschied führte?
Kleiner Ball im großen Strom.
Auf Nimmerwiedersehen, mein Freund.



(Ball im Bild: weißer Punkt rechts unten).

Montag, 18. August 2008

Ramp Rider Guide Europe – Wagrain



Das Steiler Testteam bewertet für den europäischen Ramp Rider Guide die Rutschen unter den für den RC Holze relevanten Gesichtspunkten Action und Profitauglichkeit, Leistungen und Kreativität der Locals sowie Gesamteindruck der Rahmenbedingungen inklusive Andrang und nicht zu vergessen der Qualität der Pommes vom Kiosk.

Die „Wasserwelt Wagrain“ wirbt mit vier Wasserrutschen. Zwei fallen leider unter die Rubrik Kirmesrutsche mit Geisterbahneffekt, ohne Takeoff, brühwarmes Landebecken und langen Warteschlangen. Verschenkte Höhenmeter. Keine Wertung.
Die beiden Kaltwasserramps sind unter Leistungsrutschaspekten besser, die geschwungene weist allerdings für Pros zu kleine Radien auf, ist also eher für Kinder ausgelegt. Speedgefühl kommt nicht auf.
Einzig die breite Wellenrutsche kann mit den Ansprüchen von Proridern einigermaßen mithalten, sie ermöglicht jedoch kein volles Trainingsprogramm, da sehr kurz und ohne Kurven. Daher wäre sie eine ideale Ergänzung, so als Zweit- oder Drittrampe fürs Aufwärmen und Figurenrutschen.

Action/Protauglichkeit: **
Performance/Kreativität der Locals: *
Andrang: **
Pommes: *** (Abwertung durch nervtötenden, dauerhaft brüllenden Softeisbär)

Der Bikinifaktor ist aufgrund des Gleichbehandlungsgesetzes nicht mehr in der offiziellen Wertung.



Donnerstag, 14. August 2008

Kesse Sohle


Sie ist seit Jahren ganz oben auf der Rangliste im sportkulturellen Dresscode. Die Adilette und ihre Plagiate bestimmen das Bild der Umkleiden, der Sportheime und Clubhausterrassen. Gewöhnlich getragen zur Vorbereitung oder in Pausen sowie vor allem beim Übergang zur dritten Halbzeit. Gerne auch in deren früher Phase, so etwa fürs erste Kaltgetränk bis zum Duschen, im Sommer auch länger. Der sportliche Herr trägt sie meist barfüßig, aber auch die immer aktuelle weiße Socke wird häufig gewählt. Ganz stilsicher wirkt zweiteres in Kombination mit kurzen Hosen oder einer Jogginghose im klassischen 80er Schnitt.
Doch nun schwappt der Adilette von den Stränden der Welt Konkurrenz ins Haus. Der Modelltyp "Mick Fanning" von Reef überzeugt alle Freunde der dritten Halbzeit mit der Zusatzfunktion "Flaschenöffner". Ein Extra der Extraklasse! Wer kennt das nicht? Du stehst ausgelaugt vom harten Sport am Spielfeldrand (wahlweise am Strand, an der Piste, an der Strecke,...), hast bestenfalls gerade den letzten Rest des lauwarmen Sprudels - zwischenzeitlich kohlensäurearm - genossen, da reicht Dir der Kollege aus der Kühlbox (wahlweise dem Automaten, dem Kiosk, dem Kühlschrank, der Strandbar,...) ein Bierchen. Durst! Jetzt nur keine Zeit beim Öffnen verlieren. Sandale her! Offen!

Am Kronkorken hebelt für das Steiler Magazin: Berti Netzer

Sonntag, 10. August 2008

Tenglingteppich


Tscholante berichtet aus dem deutschsprachigen Ausland (Bayern) vom Trainingslager am Waginger See: "Hat der der TSV Tengling nicht einen geilen "Teppich" da liegen ? Da juckt's doch sogar in unseren alten Gichtknüppeln!" Pech für Tscholante, dass er keinen Mitspieler fand, der mit ihm ein wenig gedribbelt hätte. So musste er in die dritte Halbzeit bei Arminho ausweichen, um mit Polster, Berti Netzer und Anteuscher jr. ein wenig zu moschen.
Solchermaßen unvorbereitet wundert es die Fachwelt wenig, dass Tscholante am zweiten Spieltag der Steiler Saison gemeinsam mit Berti Netzer, Boss, Mortenolsen und Rosicky mit 1:12 unter die Räder kam. Immerhin schoss Tscholante alle Tore seiner Mannschaft. Triumphaler Auftritt von Beckiham, Svenegal, Ehrminator, Heißkiste Bötschi und Ramon Nesta. Highlight der Schlussphase: Volleyschuss von Netzer über die Terrasse des Nachbarhauses parallel zur Torlinie. Die deutschen Olympiadamen hatten eine ähnliche Situation kurz zuvor deutlich besser gelöst. An der Rasenqualität des Bolzplatzes, die der vom Tenglingteppich sehr ähnelt, lag es jedenfalls nicht.

Freitag, 8. August 2008

Polster ungepolstert



"Nomen est omen" wäre für Polster am ersten Spieltag wohl besser gewesen. Annähernd jedes Körperteil wurde in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem gewann er mit seinem Team überlegen mit sage und schreibe 12:3! Gemeinsam mit dem glänzend aufgelegten Ehrminator, einem auf der Linie gewohnt reaktionsschnellen Beckiham, mit Boss und Alex ließen sie ihrem Gegner keine Chance. Das unterlegene Team: Berti Netzer, auf der Torlinie quasi ohne gute Parade und nach vorne und im Abschluss viel zu harmlos. Konterpattex und Pakipete überboten sich im Auslassen guter bis bester Chancen (Zitat: "Gomez") und in der Trickkiste von The Wall fehlte der Spielzug "schnell abspielen" gänzlich. Ein am Ende einseitiges Match. Die Sammelleidenschaft von Polster für körperliche Schäden brachte jedoch auch den unterlegenen Spielern viel Freude - wie beispielsweise die 10 Sekunden Differenz zwischen Ankündigung und Umsetzung eines, sagen wir, Unterleibsschusses, der bis dato noch in seiner Sammlung fehlte. Und staunend sahen wir im Anschluss noch die Figur "Screwdiver 1080°" von Pakipete bei einem Einsteiger von Polster in Halbhöhenlage bei dem sich dieser - natürlich - das Knie beschädigte. Die Steiler Szene rechnet nun bei Polsters nächstem Auftritt mit der Schutzausrüstung eines Eishockeytorhüters.

Die nächsten Spieltage: 9./16./23./30. August, 15 Uhr Bolzgrund Schönberg

Samstag, 2. August 2008

Start in die fünfte Saison


Die fünfte Saison des Steiler FC steht ins Haus. Heute geht es los.
Hier die Charly-Körbel-Liste der 23 Topspieler nach Einsätzen auf dem Bolzgrund:
Berti Netzer - Beckiham - Bimbodolski - Konterpattex - Köppel - Svenegal - Boss - Knipser - Ehrminator - Tscholante - Herthaholli - Discopässe Bomber - The Wall - Polster - Mortenolsen - Pakipete - Heißkiste Bötschi - Thierry Wacker 04 - P.schicktdas - Alex (JAP) - Lakhdar Beloumi (ALG) - Wagner Love (ZSKA) - Jogi Löw
Der Stadionrasen konnte sich drei Monate erholen und sieht wieder annähernd grün aus. Aufgrund diverser Spielerabstellungen (Olympia, UI-Cup,...) werden die Stars an den ersten Spieltagen selten vollzählig antreten. Trotzdem wird hohes Niveau, auch im Sprechblasensektor (>>Phrasenflatrate), erwartet.
Das Bild zeigt eine Spielszene aus der vorletzten Saison. Klassezuspiel vom Ehrminator auf den in Lichtgeschwindigkeit nach vorne stürmenden Netzer.

Freitag, 1. August 2008

Leistungsgefälle in der Ramp


Wettkämpfe, in welchen Profis und ambitionierte Amateure aufeinandertreffen haben immer ihren besonderen Reiz. Wir erinnern uns beispielsweise gerne an "Eric, den Aal" - für immer ein Star! Der Mann aus Äquatorialguinea wurde durch den legendären Auftritt im Schwimmen bei Olympia in Sydney berühmt, alleine im Wasser und 100m in 1:52.
Doch auch im Leistungsrutschen hat nicht nur die Ramp ein steiles Gefälle. Beim Eisenmensch in der vergangenen Woche traten die größten Leistungsunterschiede wieder einmal in der Rutsche auf.
Pro-Rider Eisenpeter musste zum ersten Mal in seiner bald 20-jährigen Karriere zweimal während eines Rides pushen. Er war danach sichtlich mitgenommen. Amateure in der Rampe sind okay, aber bei den Geschwindigkeiten der Pros kann es hier zu ernsten Verletzungen kommen. Der Umsicht eines der aktuell weltbesten Slider muss man an dieser Stelle danken, seine Rutschzeit war natürlich im Eimer. Das Video vermittelt einen Eindruck der Geschwindigkeitsdifferenzen, die in der Holzgerlingen Ramp auftreten können.
Eric der Aal hat seine Bestzeit nach 2000 übrigens auf unter 60 Sekunden geschraubt. Dies zur Motivation der Rutsch-Rookies.
Dass aber auch Profis des RC immer noch besser werden können, zeigt die Analyse des letzten RC Trainings. Die "Folgen mangelhafter Rutschtechnik" konnten an den Ellenbogen von Eisenbuggi und Eisenberti abgelesen werden. Denn merke: "Quietscht die Haut, Ritt versaut!"
Es berichtet unser Mann beim Leistungsrutschen Berti Netzer