Mittwoch, 30. September 2009

Meine schönsten Geburtstagsgeschenke

Unsere beliebte Rubrik „Stars privat“ berichtet heute vom berühmten Topathleten Barni. Er lässt uns an dieser Stelle exklusiv seine schönsten Geburtstagsgeschenke veröffentlichen. „Ein kleiner ‚Leckerbissen’ für alle Fans des ‚Sauberen Sports’ zum Ausdrucken und Übers-Bett-hängen.“



In einer kurzen Pressemitteilung gab er uns noch einige Erläuterungen zu seinen Auswahlkriterien. Er gewähre uns den Einblick in sein Privatleben mit dem Hinweis, die Sache diene ja einem guten Zweck, nämlich der „Erinnerung an

1.) eine glanzvolle Fußballgeschichte aus dem 16. Jahrhundert - spätestens gestern Abend wurde das ‚glanzvoll’ aus der Vereinshistorie gestrichen und durch ‚bemitleidenswert’ ersetzt und

2.) den größten und vor allem saubersten Radsportler aller Zeiten.“

Anm. d. Red.: Er schrieb 1.) stark beeinflusst vom Pokalaus am Vorabend beim Zweitligisten MSV Duisburg. Die Stimmung war bei den Menschen mit der Raute im Herzen mal wieder auf dem Tiefpunkt. Einziger Lichtblick: Der Titel der rheinischen Intellektuellenzeitung Express in seiner Online-Ausgabe: „Schnarch-Fohlen in der K.o.-Falle“.

Dienstag, 29. September 2009

Engmaschig




Der enthüllende Bericht über die Dopingpraktiken des Voltaren-Karle war nur etwa eine Nacht im steiler Magazin veröffentlicht, da hatte sich bereits die Nationale Anti-Doping Agentur NADA ein wenig bei uns umgesehen (das Bild belegt den Zugriff um 7:40 Uhr). Reaktionen und weitere uns bekannte offene Ermittlungen gab es im restlichen Tagesverlauf keine.

Erfreulich aus der Sicht der sauberen Sportkameraden ist das engmaschige Fahndungsnetz, das sich nun auch bei Skandalen im Breitensport sofort um die Sünder zuzieht. Gute Web-Agenten? Oder gibt es steiler Freunde mit Kontakten zur NADA? Sind wir ohnehin schon länger auf dem Radar und haben es bisher nur noch nicht bemerkt? Wir wissen es in der Tat nicht und sind gespannt auf die Auflösung des Rätsels dieser unangekündigten Kontrolle.

Montag, 28. September 2009

Voltaren-Karle

In der Nacht nach der 11. Holzgerlinger Stadtmeisterschaft im Leichtathletik-3-Kampf erreichte die Redaktion eine Gegendarstellung zum Bericht des steiler Magazins „Weiße Kenianer“ vom 23.09.2009. Unser freier Redakteur Bernie K. (Ich heiß jetzt „Schnix“, sonst ändert sich nix) findet, Dopingvergehen dürfen nicht ungeahnt bleiben oder gar schöngeredet werden und bedürfen schonungslosem Aufklärungs-Journalismus! Viel Vergnügen.

Skandal beim Tübinger Stadtlauf 2009: Doping in bisher nicht bekanntem Maße aufgedeckt – Weitere positive Probe bei den Holzgerlinger Leichtathletik-Stadtmeisterschaften

Die Gerüchteküche kochte in den letzten Tagen hoch - jetzt ist das, was viele nicht zu glauben wagten, traurige Gewissheit. Ein handfester Dopingskandal erschüttert die Leichtathletikwelt in bisher unbekanntem Ausmaß. Ja, manche Stimmen behaupten gar, es ist der schlimmste Missbrauch verbotener Mittel in der Geschichte des deutschen Sports. Tübingens Sportwissenschaftler Nummer Eins und Mitglied des IAAF-Councils (International Association of Athletics Federations) sowie Ehrenpräsident des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), Prof. Dr. Helmut Digel, steht auch noch eine Woche nach dem 16. Tübinger Stadtlauf vom 20.09.09 unter Schock: „Die Nachkriegsgeschichte der deutschen Leichtathletik ist leider um ein unseriöses Kapitel reicher geworden. Mit welcher Dreistigkeit hier Doping betrieben wurde, ist selbst für mich stärkster und vollkommen unverdaulicher Tobak. Ich bin konsterniert, zutiefst betroffen und werde mein Amt als Ehrenpräsident des DLV mit sofortiger Wirkung niederlegen. Mein Kampf contra Doping und pro sauberen Sport werde ich aber weiterkämpfen bis an mein Lebensende.“


Überführt:„Voltaren-Karle“ mit Teilen seines Doping-Cocktails

Ein Kampf gegen Windmühlen? Es ist zu befürchten, denn selbst unter Hobbysportlern ohne jede Ambition auf Podiumsplätze machen immer neue Dopingmethoden die Runde. Wie eben die von „Voltaren-Karle“ (Name von der Redaktion geändert), die nur wenige Tage nach dem 16. Tübinger Stadtlauf ans Tageslicht kam - und die gesamte Leichtathletikszene in große Trauer versetzt. Was vor knapp 10 Jahren im November 1999 mit der Zahnpasta-Affäre von Dieter Baumann einen vorläufigen Höhepunkt erreichte (Doping mit Norandrosteron), wird nun vom aus Dettenhausen stammenden und in Holzgerlingen wohnhaften Hobbyläufer in nicht vorstellbarer Weise getoppt. Eine an der Universität Tübingen analysierte Haarprobe von „Voltaren-Karle“, zugespielt von einem anonymen Informanten, brachte am 27.09.2009 endgültige Gewissheit: Ein Cocktail verbotener Stimulanzien sollte den 41-Jährigen zu höheren sportlichen Ehren treiben. Just an dem Tag, an dem „Voltaren-Karle“ mit sportlichem Ehrgeiz an den 11. Holzgerlinger Stadtmeisterschaften im Leichtathletik-Dreikampf teilnahm - nicht ahnend, dass er bereits seiner Verbrechen überführt war.


Unschuldsgeste beim Weitsprung: Realitätsverlust? Pure Ignoranz?

Voltarengel im Haar, Aspirin in den Adern

„Es lag ein unangenehmer Voltaren-Duft in der Luft des schwarzen VW-Touran“, so ein Nasenzeuge der Stadtlauf-Doping-Affäre. Der Zeuge, selbst seit langen Jahren eng mit dem Sünder befreundet, hatte bereits im Vorfeld eine negative Vorahnung bekundet, denn „Voltaren-Karle“ wollte zunächst gar nicht starten. „Seine Ausreden waren vielfältig. Unter anderem Probleme mit dem Knie. Als ich dann im Ziel - obwohl topfit und austrainiert – 13 Sekunden langsamer war als er, beschlich mich vom Feeling her ein eigenartiges Gefühl. Ich reimte 1 und 1 zusammen - die Voltarentube im Auto, die Tabletten im auffälligen grauen „Bijou Brigitte-Tütchen“…ich hätte es mir denken können, ja müssen. Aber dass er das Ding tatsächlich so durchzieht, überrascht und enttäuscht mich zugleich. Wir kennen uns schon so lange. Ich bin einfach nur sprachlos."

„Voltaren-Karle“ - der sich selbst als „Weißer Kenianer“ sieht und damit seine eigene maßlose Selbstüberschätzung widerspiegelt, wird aus der Doping-Nummer gelinde gesagt nicht mehr schadlos herauskommen, so einig waren sich Anti-Doping-Experten selten. Zumal ein Beweisbild – die Quelle wird als absolut zuverlässig eingestuft – endgültige Gewissheit zeigt: die tablettenverseuchte Hand und das Teilnehmer-Shirt vom Tübinger Stadtlauf 2009.

Die Deutsche Leichtathletik steht also vor einem Scherbenhaufen. Und das nur wenige Wochen nach den so erfolgreichen Weltmeisterschaften im eigenen Land. Manch ein Journalist fragt sich bereits, ob zwischen „Voltaren-Karle“ und Diskuswerfer Robert Harting engere Kontakte bestehen und ein Doping-Netzwerk internationalen Hochformats betrieben wird. Doch dies wird - noch - von vielen Fachmännern dementiert und ins Reich der Fabel verwiesen.


„Voltaren-Karle“ beim „Kugelweitwurf“: Doping macht keine bessere Technik

Neue Nahrung und zusätzliche Brisanz bekommt das Thema durch den Start des überführten Sportlers bei den 11. Holzgerlinger Stadtmeisterschaften im Rahmen eines Leichtathletik-Dreikampfes. Wenngleich die Ergebnisse beim Kugelstoßen, Weitsprung und 100 m-Lauf weit hinter denen anderer Teilnehmer lagen (Anm. d. Red.: Platz 7 von 9 in der Altersklasse M40), so überrascht es doch, dass „Voltaren-Karle“ danach noch in der Lage war, einen 3000 m-Lauf zu absolvieren und relativ schadlos zu überstehen. Auch hier wurde er mit dem „Bijou Brigitte-Tütchen“ von mehreren Sportlern gesehen, unter anderem rief sein Verhalten bei Stig Töfting und Berti Netzer nur ungläubiges Staunen und verständnisloses Kopfschütteln hervor.


Stig Töfting kurz vor der erfolgreichen Landung beim „Weitsprung ohne Ball“



Berti Netzer: Vorbildliche Technik, steiler Sprung!

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Dopingfall weiter entwickelt. Es wird allerdings einheitlich vermutet, dass aufgrund der Härte des Vergehens eine drakonische Strafe auf den Sünder wartet. Ausschluss von allen Laufwettbewerben auf deutschem Boden auf Lebenszeit inklusive - wenn nicht sogar weltweit. Die Rettung für „Voltaren-Karle“ könnte hier nur noch der „Bolzgrund Schönberg“ in Holzgerlingen sein: Einmal in der Woche samstags Bolzen und steil gehen mit anschließender Zwangsentlaubung und -entpflaumung als Strafe für das zweite Dopingvergehen innerhalb einer Woche beim bereits erwähnten Leichtathletik-Dreikampf.



So sehen saubere Sieger aus: Bernie K. „Schnix“ ist alter und neuer Stadtmeister in der Altersklasse M35: „Ich engagiere mich jeden Tag aufs Neue für sauberen Sport. Doping war und ist nie eine Alternative für mich. Ich sage ganz entschieden „Nein“ zu jeglicher Form der Manipulation im Sport und habe null Verständnis für Dopingsünder – gerade im Breitensport ist das ein Unding und muss hart geahndet werden!“

Freitag, 25. September 2009

Deutsch Doppelstunde

Bitte zunächst einmal die Lektion der Vorwoche wiederholen.

ich entlaube
du entlaubst
...

Was machen wir an diesem Samstagnachmittag um drei?

Und jetzt alle:

Futur I:
ich werde Pflaumen ernten
du wirst Pflaumen ernten
...

Und am Samstagabend fühlen wir uns besonders gut, denn...

wieder alle:

Futur II Indikativ:
ich werde Pflaumen geerntet haben
du wirst Pflaumen geerntet haben
...

Test: Warum ist der Konjunktiv bei dieser Fragestellung nicht zugelassen?
Richtig: Nicht zum Kicken kommen gibt es nicht!

Donnerstag, 24. September 2009

Steiler FC Starporträts (Folge 4): Knipser



Steiler Name: Knipser
Ich war auch schon bekannt als: Gerdi-Schwerti
Geschätztes Alter: 22

Position: kann eigentlich alles (außer Torwart), offensiv am liebsten, will die Kirschen einnetzen und das Runde ins Eckige fackeln
Ich spiele aber auch: alles
Fußballerischer Werdegang: 1971 a new star was born: da gewesen - Ball gespielt. Vereinslos, unabhängig, erfolgreich.

Stärken: ja!!
Schwächen: Reiten, Synchronschwimmen

Ich werde in dieser Saison meine Mitspieler beeindrucken mit: Beinschuss bei Ehrminator, gewonnene Rededuelle mit Svenegal, Pressschlagsieger mit Tscholante, Mortenolsenbodychecker, Laufduellsieger gegen Konterpattex,....
Meine Gegenspieler werden fürchten: meine Kopfballstärke
Saisonziel: Champions League
Mein Motto: Nur ein 3-er zählt.
Was ich noch sagen wollte: Dabei sein ist alles.

Mein Lieblingsverein: Steiler FC, Frozen Frisbees, VfB Stuttgart
Ich sympathisiere auch noch mit: Kaffee und Kuchen

Steilereinsätze: 67

Mittwoch, 23. September 2009

Weiße Kenianer



Der 16. Tübinger Stadtlauf. Ein Erlebnisbericht von Herrn van Persie aus unserer Tübinger Lokalredaktion.

"Am Anfang stand eine Schnapsidee: So ca. im April 2008 beschlossen diverse Weilheimer Tischtennisspieler (O-Ton meiner Frau: „Tischtennis ist kein Sport“), die meisten schon im hohen Alter von 40 Jahren, erstmals beim Tübinger Stadtlauf mitzumachen. Motiviert und gut vorbereitet kam ich bei der 15. Auflage der 3 x 2,5km Altstadtrunden auf eine Zeit von 39:13 und Platz 794. Hört sich unspektakulär an, ist es auch, aber wer einmal den Stadtlauf gelaufen ist, der weiß, welch einzigartiges Erlebnis das ist. Da kommt man in jedem Fall wieder!

Die guten Vorsätze waren also auch für 2009 da: Training ab Mai und zweimal die Woche Laufen. Letztendlich reichte es zu 9mal Joggen ab Ende Juli und zweimal Steiler-Kick. Was die Vorbereitung angeht also ein guter Mittelfeldplatz zwischen meiner Tine, die seit Frühjahr alle 3 bis 4 Tage schön regelmäßig im Wald war, und „Glasi“, unserer Weilheimer Tischtennis-Nr.1, der es auf eine Dreiviertelstunde leichtes Joggen am letzten Donnerstag brachte.

Rennwochenende:
Am Samstagmorgen schmerzt das Knie. Warum denn das jetzt? Den Tag über wird’s nicht besser – im Gegenteil. Steiler-Kick lass ich ausfallen, Voltaren im 3-Stunden-Rhythmus und abends BULIPOKER. Hilft nicht wirklich. Am Sonntagmorgen immer noch Schmerzen. Egal! Startnummer wird geholt, nochmal Voltaren, 2 Aspirin, leichtes Einlaufen. Es könnte gehen, es muss gehen! Immerhin stimmt das Wetter. Strahlender Sonnenschein. Der Streckensprecher vermeldet 15.000 Zuschauer – Tendenz steigend. Die fast 1200 Läuferinnen und Läufer zählen den Countdown: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1. Punkt 12:15 Uhr geht’s los!

Runde 1: Hält das Knie?
Es geht über die Neckarbrücke und die Neckargasse hoch, über Holzmarkt und Marktplatz ganz hoch zum Rathaus und die Haaggasse runter. Das ständige ans Knie denken hat auch was Gutes, denn man denkt nicht ans Laufen. Im Fussgängertunnel weiß ich, dass das Knie hält. Aspirin und Adrenalin sei Dank! Am Anlagensee und am Zinserdreieck stehen nichtlaufende Tischtennisler: „Auf geht’s Joker!“. Das tut gut. Ich bin „schnell“: Erste Runde in knapp 13 Minuten.

Runde 2: Durchhalten
Au weia, letztes Jahr ging’s mir in der zweiten Runde aber besser. Jetzt heißt es kämpfen. Sonnenschein ist eigentlich doch kein so gutes Laufwetter. Es ist schwül, die Kehle wird langsam trocken. Ich versuch das Tempo halbwegs zu halten. Die lange Gerade am Anlagensee ist dieses Jahr noch länger. Von der Seite hör ich „Come on Joker, nur 50m weiter vorne läuft der Uli!“. Uli ist mein Doppelpartner („zweitbestes Doppel der Landesliga“) und er wollte 37:30 laufen. Bin ich so schnell? Nein, später stellt sich raus, dass Uli Seitenstechen hatte. Durchlaufzeit nach Runde 2 ist ziemlich genau 26:00.

Runde 3: Überleben
Zum dritten Male geht’s die Neckargasse hoch. Ich schwöre mir für die nächsten 5 Minuten etwa 1000 Mal „nie mehr mit so wenig Vorbereitung!“. Auf dem letzten Kilometer geh ich ziemlich ein und werde gefühlt noch von ca. 47 Leuten überholt. Glasis Frau Martina wird später sagen: „auf der dritten Runde sahst Du ziemlich spaßbefreit aus“. Aber ich komme durch, zwar ohne Schlußspurt, aber trotzdem mit persönlicher Bestzeit: 38:55. Platz 715 bei den Männern und Platz 134 in der Altersklasse M40. Diese gewinnt Olympiasieger Dieter Baumann in 24:30. Im Ziel hab aber auch ich schon wieder ein Zahnpasta-Lächeln. Tine läuft in 42:21 unter die TOP30 bei W40 und Glasi hat knapp 47 Minuten lang einfach Spaß am Stadtlauf. Steiler-Aktivist „Schnix“ blieb am Anfang etwas im Getümmel stecken und spurtete sich in der Schlussrunde auf 39:08.

3. Halbzeit:
Beim Marktplatzbier wird nochmal alles aufgearbeitet und der Blick geht nach vorne. Von „Laufen ab April“ ist zu hören und von „Tempoläufen im Stadion“ und hat da jemand etwas von einer 37er-Zeit gesagt? Schau’n mer mal würde der Franz sagen. Ich freu mich auf jeden Fall auf den 17. Tübinger Stadtlauf im nächsten Jahr. Dann mit weiteren Steiler-Läufern?

Das Schwäbische Tagblatt titelt am Montag: „Liebeserklärung an eine kraftzehrende Buckelpiste“. So ist es!"

Im Bild v. l. n. r.: Schnix (Hefe&Crêpes/39:08), Tine (Döner/42:21), Glasi (Hefe/46:58), van Persie (Pils&Döner/38:55)

Dienstag, 22. September 2009

Jetzt ans Wintertraining denken



Tipps zur Planung des erfolgreichen Wintertrainingslagers heute von unserem Trainingsexperten Lorenzo:

„Im Winter werden die Champions gemacht - deshalb hier ein paar streng geheime Schnappschüsse vom sibirischen Wintertrainingslager 08/09. Obligatorische spartanische Übernachtung im Tipi, wobei wir wegen der arktischen Kälte und um nicht festzufrieren drei Tage toujours durchtrainierten. Ganz stark schon zeigte sich unser Barni, und - wie immer - alles nur mit Helm!“





Mittwoch, 16. September 2009

Steiler FC Starporträts (Folge 3): Ramon Nesta



Steiler Name: Ramon Nesta
Geschätztes Alter: 28

Position: Abwehr
Ich spiele aber auch: defensives Mittelfeld, Torwart
Fußballerischer Werdegang: mit 7 Jahren Torwart, mit 14 aktive Karriere beendet, fit gehalten in Mannheim, Hamburg und Australien, seit Mai 2008 im Steilerkader

Stärken: Ball wegschlagen
Schwächen: Tore schießen

Ich werde in dieser Saison meine Mitspieler beeindrucken mit: Anwesenheit und Unausgeschlafensein
Meine Gegenspieler werden fürchten: meine Befreiungsschläge
Saisonziel: Tabellenführer
Mein Motto: Hoch und weit bringt uns Zeit.

Mein Lieblingsverein: HSV

Steilereinsätze: 22

Sonntag, 13. September 2009

Räume eng gemacht

Die Räume eng machen. So lautet die Devise am 3. Spieltag der Steiler FC Bolzliga. 21 Akteure bei traumhaftem Fußballwetter folgen dieser taktischen Vorgabe. Rekordbeteiligung.

Die Aufstellungen:

Weißes Team:
Beckiham, Köppel, Mertesacker, Knipser, Bimbodolski, Stephan Bommel, The Wall, Heißkiste Bötschi, van Persie, Bongartz, Polster

Neongelbes Team:
Svenegal, Töfting, Boss, Nesta, Ehrminator, P. Schickt-das, Herthaholli, Volker Finke, Schnix, Berti Netzer

Die Anfangsphase gehört ganz klar dem weißen Team. Im Angriff wirbelt der Knipser, immer wieder rücken die spielfreudigen Stephan Bommel und van Persie auf, Bimbodolski kommt gemeinsam mit Bongartz über die linke Außenbahn, Bötschi und Polster gewohnt engagiert. Köppel kommt zu ersten Einschussmöglichkeiten, bei denen er jedoch Torhüter Netzer anschießt. Die Abwehr der Neongelben um Töfting, Nesta und Boss muss bereits in der ersten halben Stunde alles zeigen, immer wieder werden die eroberten Bälle jedoch durch leichte Ballverluste im Mittelfeld wieder verplempert. Die Angreifer der Gelben können sich deswegen erst gegen Ende der ersten Spielhälfte immer besser in Szene setzen. Links geht Neuzugang Schnix steil und rechts rotieren gekonnt der Ehrminator und Herthaholli. Erste Chancen nun auch in Richtung Beckihams Kasten, vor dem Mertesacker und The Wall ein Abwehrbollwerk aufgebaut haben.

Dann Tore. Ein von Nesta unglücklich abgefälschter Schuss bringt die Weißen in Führung. Das Spiel ist jetzt offener, mehr Chancen auf beiden Seiten. Nesta, P. Schickt-das und Beckiham zeigen auf der Torlinie einige Glanzparaden. Mit einem Unterlattenknaller bringt der Svenegal sein Team wieder ran, 1:1. Töfting schießt haarscharf an der Dreiangel vorbei. Er steht zentral immer wieder im Brennpunkt, kann auch die brenzligsten Situationen robust entschärfen. Nur in einer Szene, als Torhüter, springt ihm der Ball unglücklich ans Bein und von dort ins Tor. Im Jubel um das 2:1 wähnen sich einige Akteure schon in der dritten Halbzeit. Doch es stehen noch einige Minuten Nachspielzeit an. Bötschi wechselt sich aus. Wütende Angriffe der hinten liegenden Steileraner. Netzer mit Direktabnahme, Svenegal läuft in die Schussbahn, lenkt um, die Kugel murmelt auf Boss zu, der macht gewitzt die Beine breit, Beckiham ist irritiert - und überwunden, 2:2. Letztes Tor entscheidet. Hin und her wogt das Spiel. Da taucht Volker Finke frei vor Beckiham auf und vollstreckt, 3:2.

Räume eng gemacht. Spaß gehabt. Weil Samstag ist.


Golden Goal durch Volker Finke.

Samstag, 12. September 2009

Deutschstunde

Für eine kultivierte Sprache auf dem Bolzplatz.
Und jetzt alle...

Präsens Indikativ:
ich entlaube
du entlaubst
er/sie/es entlaubt
wir entlauben
ihr entlaubt
sie entlauben

Präteritum Indikativ:
ich entlaubte
du entlaubtest
er/sie/es entlaubte
wir entlaubten
ihr entlaubtet
sie entlaubten

Futur I Indikativ:
ich werde entlauben
du wirst entlauben
er/sie/es wird entlauben
wir werden entlauben
ihr werdet entlauben
sie werden entlauben

Futur I Konjunktiv II:
ich würde entlauben
du würdest entlauben
er/sie/es würde entlauben
wir würden entlauben
ihr würdet entlauben
sie würden entlauben

Präsens Konjunktiv I:
ich entlaube
du entlaubest
er/sie/es entlaube
wir entlauben
ihr entlaubet
sie entlauben

Präteritum Konjunktiv II:
ich entlaubte
du entlaubtest
er/sie/es entlaubte
wir entlaubten
ihr entlaubtet
sie entlaubten

Perfekt Indikativ:
ich habe entlaubt
du hast entlaubt
er/sie/es hat entlaubt
wir haben entlaubt
ihr habt entlaubt
sie haben entlaubt

Plusquamperfekt Indikativ:
ich hatte entlaubt
du hattest entlaubt
er/sie/es hatte entlaubt
wir hatten entlaubt
ihr hattet entlaubt
sie hatten entlaubt

Futur II Indikativ:
ich werde entlaubt haben
du wirst entlaubt haben
er/sie/es wird entlaubt haben
wir werden entlaubt haben
ihr werdet entlaubt haben
sie werden entlaubt haben

Futur II Konjunktiv I:
ich würde entlaubt haben
du würdest entlaubt haben
er/sie/es würde entlaubt haben
wir würden entlaubt haben
ihr würdet entlaubt haben
sie würden entlaubt haben

Perfekt Konjunktiv I:
ich habe entlaubt
du habest entlaubt
er/sie/es habe entlaubt
wir haben entlaubt
ihr habet entlaubt
sie haben entlaubt

Plusquamperfekt Konjunktiv II:
ich hätte entlaubt
du hättest entlaubt
er/sie/es hätte entlaubt
wir hätten entlaubt
ihr hättet entlaubt
sie hätten entlaubt

Imperativ:
entlaub(e)
entlaubt

Donnerstag, 10. September 2009

Steiler FC Starporträts (Folge 2): Konterpattex



Steiler Name: Konterpattex
Ich war auch schon bekannt als: Entlauber - da gibt's aber ne Menge Kollegen gleichen Namens
Geschätztes Alter: immer 65

Position: vorne in der Bolz-Arena
Ich spiele aber auch: sonst, wo ich auch immer gebraucht werde
Fußballerischer Werdegang: E-Jugend Spvgg Holze - Scheißegal - Frozen

Stärken: Torchancen herausspielen
Schwächen: die dann zu versieben

Ich werde in dieser Saison meine Mitspieler beeindrucken mit: evtl. neuen Kickstiefeln - die alten sind prophylaktisch geklebt (Danke an türkischen Schuhreparatur Friedhofstraße)
Meine Gegenspieler werden fürchten: dann natürlich die noch präziseren Schüsse....
Saisonziel: wenig no-shows 09/10, d. h. min. 25 Einsätze
Mein Motto: Samstag Bolzarena
Was ich noch sagen wollte: siehe Beitrag „Alpinarena“ vom 06.09.2009

Mein Lieblingsverein: VfB
Ich sympathisiere auch noch mit: Eintracht

Steilereinsätze: 75

Montag, 7. September 2009

Steiler FC Starporträts (Folge 1): Tscholante



Steiler Name: Tscholante
Ich war auch schon bekannt als: Tscholie - der linke Huf Gottes (Sorry Jo!)
Geschätztes Alter: 45

Position: da, wo der Ball ist
Ich spiele aber auch: da, wo der Ball hinkommt
Fußballerischer Werdegang: seit der F-Jugend SpVgg Holzgerlingen, parallel seit gefühlten 40 Jahren "Frozen Frisbees"

Stärken: meine Waden (Jasmina R.: sexiest Waden alive!)
Schwächen: wenn überhaupt: die ersten 5 Meter

Ich werde meine Mitspieler beindrucken mit: meinem losen Mundwerk (Phrasen-Flatrate)
Meine Gegenspieler fürchten: mein loses Mundwerk (Phrasen-Flatrate)
Saisonziel: Oli das VfB-Trikot vom Körper schießen!
Mein Motto: "Immer auf Chick!"
Was ich noch sagen möchte: "der Dicke hat mich g'schuggt!"

Mein Lieblingsverein: Die Fohlen
Ich sympathisiere auch noch mit: Der Mannschaft, die gegen den VfB spielt!

Steilereinsätze: 55

Sonntag, 6. September 2009

Alpinarena



Eine ganz steil gelegene Arena. Bemerkenswerter Beitrag von unserem Alpinreporter Konterpattex.

"Bei meinen sommerlichen Wanderungen durch die europäischen Gebirge bin ich auf einen perfekten Austragungsort für das noch ausstehende "best-of-three-Finale" gegen die Münchner Kameraden gestoßen. Erreichbar zu Fuß aus der neutralen Schweiz, Nufenenpass (tatsächlich aber italienischer = weltmeisterlicher Boden).

Vorteile:
- Ganz klar - nette Bergkulisse.
- Berghütte um die Ecke.
- Nur leichtes Gefälle (geschätzt 3m) vom oberen (rechts im Bild) zum unteren Tor.
- Auf 2500m Meereshöhe können die Steilerfreunde ihre bessere Puste ausspielen.
- Da oben gibts nichts zum Entlauben."

Steilst. Wir fragen uns: Wieviele Spieltage kann dort gespielt werden? Und vor allem: Wer bitte spielt dort? Die Heimmannschaft scheint ein ernstzunehmender Gegner für den Steiler FC zu sein. Die Torräume sehen tatsächlich bespielt aus.


Freitag, 4. September 2009

Nach dem Eisenmensch ist vor dem Eisenmensch

Was macht man zwischen zwei Eisenmenschen?
Erfahrungsaustausch, Inspiration, Vorbereitung.
Gut.

Zum Thema Erfahrungsaustausch:



the krac (1*) „dreht ne rund um'n blog!“ und hat uns dort eine lesens- und vor allem sehenswerte Vorschau „i’m so what from trained“ und seinen Erfahrungsbericht vom allerersten Mal „ja wo laufen sie denn???“ hinterlassen. Dranbleiben.

Zum Thema Inspiration:

Gleich von drei RC-Holze-Szenekennern Hepro (8*), Lorenzo (12*) und Tilo (12*) ging bei der Redaktion der Hinweis auf die folgende Slider-Übung aus den Alpen ein.



Der Sportkamerad könnte uns doch auch mal ran lassen. Dann aber ohne Schummeln, sondern echt. Wir müssten dann halt erstmal schauen, wer anfangen darf. Siehe hierzu auch die nicht gefälschten Filmdokumente "for ten days my parents were out of town" und "auch ein rc holze hat noch luft nach oben".


Zum Thema Vorbereitung:

In diesen Tagen ereilte uns ein anonymer Leserbrief mit Fotos, die offenbar in einem geheimen Ausbildungscamp geschossenen wurden.

„Lieber Herr Netzer, am Samstag, den 29.08. wurden zwei echte Holzgerlinger Eisenmenschen beim Abhärtungs- und Höhentraining in Trips-Drill gesichtet. Wie Du also siehst läuft die Vorbereitung auf den Eisenmenschen 2010 bereits in vollen Zügen. Und der Name spricht ja für sich: Drill! Riesig war auch die Überraschung bei den Athleten selbst, da sich jeder der beiden eigentlich auf einem „geheimen“ Trainingslager befand. Harte Achterbahnen (sehr hoch wegen der roten Blutkörperchen), Wildwasserrutschen (optimal um die Rutschtechnik und widrigsten Bedingungen zu verfeinern) und lange Läufe zwischen den verschiedenen Trainingsstätten. Beweisbilder sind angefügt. Grüße, ein Informant“.




Bisher war keiner der Athleten zu einer öffentlichen Stellungnahme bereit. Brisant: Der Knipsergerd (7*) meldete sich vom 1. Spieltag des Steiler FC ab und Hämäläinen (2*) war zuletzt „wegen Verletzungen“ nicht auf der roten Erde Hartwasen-Lachens anzutreffen.

Nach dem Eisenmensch ist vor dem Eisenmensch.

Donnerstag, 3. September 2009

Echt Foto



Heute in unserer Arenen-der-Welt-Geschichtswerkstatt: "Neues Schwimmbad" in "Holzgerlingen/Württ.", und zwar „Echt Foto“. Das Bild muss Anfang der 70er Jahre entstanden sein und zeigt uns das in seiner Position unveränderte Schwimmerbecken, damals noch mit Sprungturm. Dort lernten wir später den Hawaiier und erarbeiteten uns die Erfahrung, dass man nicht immer schmerzfrei nachts nackig vom Fünfer runterkommt. Der Sprungturm wurde leider bei der großen Renovierung 1988 abgebaut. Könnte womöglich daran gelegen haben, dass es kein separates Sprungbecken gab.

In diesen frühen Jahren galt das Interesse aber weniger dem Turmspringen oder gar der Frage, welche Schulkameradinnen wohl heute auf der Freibadwiese auftauchen. Neben der mathematisch anspruchsvollen Aufgabenstellung, was man maximal für zusammengekratzte 40 Pfennige beim Kiosk bekommt, musste man sich häufig einem knallharten und knapp gefassten „was hasch?“ stellen. Auf diese Frage gab es im Prinzip nur drei Antworten, nämlich „Frei“, „Frei-Fahrten“ oder „Frei-Fahrten-Jugend“. Ersteres murmelte man besser nur vor sich hin, während letztere Behauptung idealerweise durch die Abzeichen auf der Badehose untermauert werden konnte. Die Frage stellte natürlich nur jemand, der „Frei-Fahrten-Jugend“ hatte, um gleich mal abzustecken, ob Du freibadmäßig in der gleichen Liga spielst. Als Mutti mir die drei Abzeichen einige Jahre später zum dritten mal auf die neue Badehose nähen darf, weil die alte Badehose ja dieses Jahr nicht mehr so richtig gut aussieht („cool“ war zu dieser Zeit noch kein deutsches Wort), spürte ich eine gewisse Unlust. Nicht zu verwechseln ist die Frage „was hasch?“ übrigens mit „wieviel hasch?“, die einem eher vor dem Freibad-Eingang am Fahrradständer gestellt wurde. Damit erfragte der interessierte Kollege, wie viele Kilometer der Tacho schon anzeigt (viel = toll).

Das „Echt Foto“ ist übrigens eine Ansichtskarte, die von Local Anja vor 15 Jahren in der Bücherstube Wolf-Oldenburg in der Rosenstraße entdeckt wurde. Die Redaktion staunt.